name'); ?>
pt>"; ?> echo "

Die Stadt

Die kleine Insel im Texcoco See auf welcher die Azteken im Jahr 1345 ihre Hauptstadt Tenochtitlan errichtet hatten, reichte bald nicht mehr aus um, der wachsenden Gebäudeanzahl, genug Platz zu bieten. Da sie aber ihre Stadt nicht ans Land verlagern wollten, mussten sie sich etwas einfallen lassen.

So brachte sie ihre Notlage auf eine grandiose Idee. Sie begann rings um die anfangs kleine Insel Erde anzuhäufen. So gewannen sie mehr und mehr Lebensraum und waren in der Lage ihre Hauptstadt immer weiter zu vergrößern.

Im Laufe der Zeit bildeten sich einige kleinere „künstliche“ Inseln die sich um die „Hauptinsel“ herum verteilten. Die Kanäle die sich daraus resultierten dienten den Azteken als Bootswege, um von einem zum anderen Punkt zu gelangen. Die Azteken spannten Holzbrücken, um die einzelnen Inseln miteinander zu verbinden.

Sie erkannten relativ bald einen weiteren Vorteil der künstlichen Inseln. Diese dienten nicht nur zur Vergrößerung ihrer Stadt sondern brachten wegen ihrer Fruchtbarkeit neuen Raum für Pflanzen-, Gewürz- und Getreideanbau. Die Inseln waren auch als „Schwimmende Gärten“ bekannt. Sie hatten eine viereckige Form und wurden an den Rändern durch lange Holzpflöcke, welche tief in die Erde getrieben wurden, stabilisiert.

Neben Tenochtitlan gab es jedoch eine weitere Stadt auf einer Insel im Texcoco-See. Da sich die Hauptstadt der Azteken immer weiter ausbreitete, führte dies zu einem Krieg zwischen den beiden Städten. Die Azteken eroberten Tlatelolco, errichteten eine Landverbindung zwischen den beiden Inseln und schufen dadurch ein neues, größeres Tenochtitlan.

Das Stadtzentrum

Das Zentrum der Stadt diente einerseits als Hautplatz, wo sich tagsüber die Bevölkerung tummelten und einige Händler ihre Waren verkaufen. Andererseits befanden sich hier die Tempel und weitere wichtige religiöse Segmente der aztekischen Religion.

In der Mitte stand der große Tempel, eine Stufenpyramide auf deren Plateau sich zwei kleinere Tempel befanden. Der eine Tempel war dem Wasser und Regengott, Tlaloc geweiht. Der andere dem Stammes- und Kriegsgott Huithilopochtli. Der große Tempel wurde nach und nach erweitert. Anfangs relativ klein, wurde ihm, zu wichtigen Ereignissen, eine weitere Hülle dazu gebaut. So bestand der große Tempel in seiner größten Ausführung aus sieben Schichten.

Am Hauptplatz standen noch weitere Tempel, welche anderen Göttern gewidmet waren. Sowie eine Priesterschule, das Hauptgebäude der Jaguar­-Krieger¸ einem Spielfeld, wo das aztekische Volksballspiel gespielt wurde und einigen weiteren Gebäuden. Die Azteken hatten auch ein Bauwerk in welchem sie die gesammelten Götterstatuen und Monumente, die sie durch ihre Errungenschaften am Schlachtfeld erbeutet hatten, horteten.

Außerdem fand man im Stadtzentrum noch ein Gerüst, welches dazu diente, die Schädel der geopferten Menschen aufzubewahren. Das Gerüst bestand aus Holzpflöcken welche in einem Gittermuster miteinander verbunden waren. In der Zeit, in der die Spanier Tenochtitlan zum ersten Mal betreten hatten, waren mehr als 100.000 Totenköpfe an diesem Gerüst befestigt.

Tenochtitlan war um 1500, bevor die Spanier, die Stadt, in Schutt und Asche gelegt hatten, eines der prachtvollsten und größten Städte der Welt.


Zur Startseite